Sonnenuntergang im Spreespeicher in Berlin_Digitale Souveränität und Open Source_luckycloud

Digitale Souveränität 2026: Open Source als Grundlage unabhängiger Cloud-Systeme

Datenschutz und digitale Souveränität werden häufig gleichgesetzt. In der Praxis beschreiben beide Begriffe jedoch unterschiedliche Ziele. Datenschutz erfüllt gesetzliche Anforderungen. Digitale Souveränität sichert technische Kontrolle über Systeme, Datenflüsse und Abhängigkeiten. Eine Lösung kann formal datenschutzkonform sein und gleichzeitig verhindern, dass Unternehmen nachvollziehen können, wie Daten verarbeitet werden. Genau hier liegt ein wachsender Konflikt im Cloud-Umfeld.

Datenschutzkonform auf dem Papier, aber keine Kontrolle über Datenflüsse

Die Entscheidung des Hessischen Datenschutzbeauftragten zur Nutzung von Microsoft 365 zeigt diese Lücke deutlich: Laut seinem Bericht ist Microsoft 365 unter bestimmten Voraussetzungen als datenschutzkonform zu sehen. Die technische Realität bleibt davon jedoch unberührt. Telemetrie- und Diagnosedaten werden weiterhin automatisiert verarbeitet und lassen sich nicht vollständig deaktivieren oder auditieren. Organisationen bleiben auf Anbieterangaben angewiesen und können Verarbeitungsschritte nicht prüfen. Datenschutz wird zwar formal erfüllt, digitale Kontrolle jedoch nicht.

Bitkom Studie: Wunsch nach digitaler Unabhängigkeit steigt

Eine aktuelle Bitkom-Studie bestätigt diesen Trend. 73 Prozent der befragten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sehen Open Source als Instrument, um digitale Souveränität zu stärken. Gleichzeitig verfügt nur ein kleiner Teil über konkrete Strategien zur Reduzierung technologischer Abhängigkeiten. Viele Organisationen erkennen die Bedeutung von Unabhängigkeit, sind in der Umsetzung aber noch zurückhaltend. Die Studie zeigt: Es fehlt nicht an Einsicht, sondern an strukturierten Entscheidungsprozessen.

Warum Open Source in souveränen Cloud-Infrastrukturen an Bedeutung gewinnt

Open-Source-Technologien ermöglichen Transparenz, Prüfbarkeit und Interoperabilität. Sicherheitsmechanismen lassen sich nachvollziehen und Systeme bleiben austauschbar, auch wenn sich Rahmenbedingungen ändern. Proprietäre Cloud-Plattformen bündeln Kontrolle beim Anbieter und erschweren einen Ausstieg durch technische Abhängigkeiten, den sogenannten Vendor Lock-in.

luckycloud setzt auf offene Technologien und vollständig nachvollziehbare Architektur. Die Datenverarbeitung erfolgt ausschließlich in Deutschland, ohne versteckte Telemetriedaten und ohne externe Subprozessoren. Nutzer behalten die vollständige Kontrolle über Identitäten, Speicherorte und Zugriffsebenen und arbeiten so in einer echten souveränen Cloud-Infrastruktur.

Wie Organisationen digitale Souveränität in der Cloud erreichen

Digitale Souveränität entsteht nicht durch Compliance-Papiere, sondern durch technische Gestaltung. Entscheidende Faktoren sind:

  • vollständige Prüfbarkeit der Datenverarbeitung
  • offene Standards statt proprietärer Integrationen
  • Datenstandort innerhalb klarer Rechtsrahmen
  • Exit-Strategien ohne technische Hürden

Open Source bildet dafür die Grundlage und schafft die Voraussetzung für unabhängige, sichere und langfristig tragfähige Cloud-Infrastrukturen.

Fazit: Open Source ist ein strategischer Baustein moderner Cloud-Systeme

Die aktuelle Debatte zeigt, dass Datenschutz und digitale Kontrolle getrennt betrachtet werden müssen. Rechtliche Zulässigkeit allein reicht nicht aus. Organisationen, die langfristige Stabilität, Sicherheit und Unabhängigkeit anstreben, benötigen Cloud-Modelle, die transparent, überprüfbar und frei von technischen Abhängigkeiten sind. Open Source entwickelt sich deshalb von einer technischen Option zu einer strategischen Entscheidung.

Wenn du mehr über unsere souveränen Cloud-Modelle und die Möglichkeiten rund um luckycloud erfahren willst, sprich uns an. Oder teste luckycloud direkt 14 Tage kostenlos!

Das könnte dich auch interessieren